Männer | Frauen | Wir sind Menschen

 

Wir kennen diese Botschaften wohl alle:


"Männer können nicht zuhören - Frauen können nicht einparken"

 

"Männer wollen Sex - Frauen wollen Liebe"

"Männer sind Täter - Frauen sind Opfer"

"Männer sind rational - Frauen sind emotional"

 


Es gibt unzählige solcher Botschaften über das Wesen von Männern und Frauen. Wir alle wurden und werden bis heute damit bombardiert. Von klein auf. Und sie prägen uns, nehmen Einfluss darauf, wie wir einander begegnen.

Auch ich konnte mich als Kind, als kleiner Junge, diesen Botschaften nicht entziehen. Und es ging mir nicht gut damit. Ich fühlte mich eingeengt, missverstanden, zerrissen und unverbunden durch diese Botschaften.

So kam es, dass diese Botschaften mich im Griff hatten, und zugleich ein Teil in mir nicht glauben konnte, dass diese Botschaften so stimmen.  

Als ich dann wieder einmal hörte:


"Männer sind vom Mars - Frauen von der Venus"
 

fragte ich mich spontan:
"Ja, wer hat sie denn dahin geschickt?"


Und damit begann meine Forschungsreise. Mit dem Hinterfragen der Botschaften über die angeblich verschiedene Sexualität von Männern und Frauen ging es quasi kopfüber tief in die Ursprünge unserer menschlichen Kulturgeschichte. Dabei entdeckte ich, dass es tatsächlich eine Epoche gab, in der Menschen erstmals in der Weltgeschichte damit begonnen haben, Lebewesen aktiv und systematisch nach Geschlecht zu trennen: Die Sesshaftwerdung mit der Entwicklung von Ackerbau und Viehzucht. Die Zeit, als Menschen begannen, sich die Sexualität anderer Lebewesen systematisch nutzbar zu machen. 


Ich glaube nicht an einfache, monokausale Zusammenhänge. Dennoch ist die Sesshaftwerdung unbestreitbar der Beginn einer Kulturgeschichte, in der sich viele Männer und Frauen heute gegenüberstehen, und sich seltsam unvollständig und unverbunden mit sich selbst und ihrem Gegenüber fühlen.

Wir vertrauen weder uns selbst noch einander so richtig.

Weil wir spüren, dass da etwas ist, was wir gewohnt sind, verborgen zu halten.
 

Wenn wir uns Menschsein wie einen voll entfalteten Fächer vorstellen, neigen wir heute dazu, beim Blick auf Männer die eine Seite, beim Blick auf Frauen die andere Seite des Fächers zusammenzuklappen.

Wir sind es gewohnt, weiblichen Menschen ihre Wehrhaftigkeit und Entschlossenheit abzusprechen.

Wir sind es gewohnt, die Zartheit und Verletzlichkeit männlicher Menschen zu verleugnen.

Aber bei vielen Menschen, Männern wie Frauen, nehme ich eine große Sehnsucht nach dieser Ganzheitlichkeit wahr.
Es wird Zeit: Kommen wir zurück –

 

Das Projekt
Männer | Frauen | Wir sind Menschen

 

will den ganzen Fächer wieder zur Entfaltung bringen. Es zeigt Männer und Frauen in der Ganzheitlichkeit ihres Menschseins. 

 

Das sind wir nicht gewohnt.

 

  Mit den Büchern "huMANNoid | Männer sind Menschen" und "WOMANoid | Frauen sind Menschen" möchte ich Männer und Frauen in all ihren Facetten, in ihrer Stärke, Wehrhaftigkeit und Entschlossenheit, ebenso wie in ihrer Verletzlichkeit, Emotionalität und Schutzbedürftigkeit sichtbar werden lassen – und mit allen weiteren Facetten, die Menschsein ausmachen.

 

Die Menschen in diesem Projekt zeigen sich. Nackt und ganzheitlich.

In Bildern und Interviews und möchten sie damit dazu ermutigen, dass wir uns nicht mehr verstecken.
Ich danke allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihren Mut, voranzugehen. 
Das ist ein riesiges Geschenk!

Denn ich bin überzeugt davon:
Wir müssen "Reifrock und Ritterrüstung" ablegen.  Wenigstens für diesen Moment.
Wenn wir einander wirklich sehen und berühren wollen, müssen wir uns zeigen. 
Jenseits aller Rollen. 

Und ich glaube, so wird es auch möglich, einander zu verstehen.

Mit dem Projekt Männer | Frauen | Wir sind Menschen möchte ich deshalb aus ganzem Herzen an des Einfachste erinnern:

Männer sind Menschen

Frauen sind Menschen

 

Wir sind Menschen. 

 

Wenn wir uns daran wieder erinnern können, dann wird es ganz einfach.
Dann wird es leicht, uns in unseren Unterschieden und Gemeinsamkeiten wertzuschätzen. 
Wir können uns wieder begegnen. 
Von Mensch zu Mensch. 

 
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